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Petaloudes - Das Schmetterlingstal auf Rhodos

Eingang zum Schmetterlingstal
  Das Schmetterlingstal ist ein Naturschutzgebiet und eine der Hauptattraktionen auf Rhodos. Es befindet sich auf der nördlichen Hälfte der Insel an der Straße zwischen Psinthos und Kalamonas, und ist bequem per Bus oder Auto zu erreichen.
Die Einheimischen nennen dieses Tal auch Petaloudes – es ist das griechische Wort für Schmetterlinge. Weltbekannt ist dieses Tal, wie der Name schon verkündet, für die unzähligen Schmetterlinge, die hier jedes Jahr von Juni bis September ihr Quartier aufschlagen.

Seit Jahren herrscht ein enormer Besucherandrang, weshalb der geneigte Urlauber seinen Ausflug ins Tal schon recht zeitig antreten sollte. Bei diesen massenhaft auftretenden Schmetterlingen handelt es sich lediglich um eine einzige Schmetterlingsart - den gepunkteten Harlekin. Als Nahrung dient ihm das Harz der seltenen Amberbäume. Diese Quadriga-Schmetterlinge haben zwei verschiedenfarbige Flügelpaare - bräunlich-schwarze Oberflügel, mit denen sie auf Ästen kaum auszumachen sind, und rote Unterflügel mit schwarzen Punkten, die jedoch nur im Flug sichtbar sind. Wenn sich ein gewaltiger Schwarm abertausender Tiere erhebt, gleicht dies einer riesigen roten Wolke, die davon schwebt. Früher versuchten die Führer und Wärter noch, die Tiere durch Pfiffe oder Klatschen aufzuscheuchen, was auch gelang. Dies führte jedoch im Laufe der Zeit zu einer starken Gefährdung der Population, da der Schlafrhythmus und die Paarungsbereitschaft durch das Aufschrecken der nachtaktiven Tiere erheblich behindert wurde.

Mittlerweile gibt es Sicherheitsmaßnahmen und Ordnungshüter, um für die Arterhaltung der Schmetterlinge zu garantieren. Artenschutz und Massentourismus sind eben schwierig in Einklang zu bringen. Zur Eiablage und Raupenentwicklung verweilt der Gepunktete Harlekin nicht im Tal von Petaloudes.

  Dieses Naturparadies lädt zu Wanderungen durch die schattigenLaubwälder ein. Im oberen Abschnitt des Tales, von Touristen kaum besucht, findet man einen  Treppen- und Brückenpfad, der entlang plätschernder Bäche bis zu einem See mit herrlichem Wasserfall führt.

Unterwegs ist eine Rast in der gemütlichen Ausflugstaverne möglich, die mit landestypischen Speisen und Getränken aufwarten kann. Weiter entlang des Wanderweges durchs Tal, vorbei an kleinen Wasserfällen, kann man die sehenswerten Amberbäume bewundern, eine im Mittelmeerraum durch Abholzung sehr selten gewordene Baumart. Das sogenannte Styrax-Harz, von dem sich die Schmetterlinge ernähren, erinnert entfernt an Vanilleduft und fand früher in der Parfüm- und Tabakindustrie Verwendung.

Auch der kulturell interessierte Besucher kommt auf seine Kosten. Ein schmaler Pfad führt hinauf zum strahlend weiß getünchten Kloster Kalopetra, welches hoch oben über den Hängen des Tals thront. Es wurde 1821 von einem griechischen Freiheitskämpfer gestiftet. Da es sich am oberen Ende des Tals befindet, kann man seinen Blick schweifen lassen und die wunderbare Aussicht über die bewaldeten Berge und Täler der Insel genießen.

Im Schmetterlingstal befindet sich auch ein Museum, das viele Schmetterlingsarten zur Schau stellt. Ebenso eine Ausstellung über das gefährdete Ökosystem des Tals.

Unweit von Petaloudes befindet sich eine Straußenfarm, die sogenannte "Rhodes Ostrich Farm". Hier kann man die die riesigen Vögel in einem Freigehege beobachten, Souvenirs ergattern oder sich den Gaumenfreuden eines Straußensteaks oder großer Omeletten hingeben. Auch die angrenzenden Bergdörfer Pastida und Maritsa laden zu einem Ausflug ein, wo man die Klöster Moni Metamorphosis tou Ag. Sotirou und Agios Nikoloas vorfindet, sowie einige Restaurants, die als Geheimtipp unter den Rhodiern gelten

zur Fotogalerie - mehr Bilder aus dem Schmetterlingstal

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: (Stand 2011)

geöffnet täglich von 08.00 - 18.00 Uhr
Eintritt kostet vom 10.05. - 20.06. 3 Euro, vom 21.06. - 15.10. 5 Euro

 

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