Das Kastell zu Kritinia, auch
Kastellos Kamiros oder Kritinia Castle
genannt, zählt zu den schönsten, und
besterhaltensten Festungen der ganzen
Insel. Das Dörfchen Kritinia mit seinen
weißgekalkten Häuschen inmitten der
prachtvollen Berglandschaft zählt zu den
besonders idyllischen
Sehenswürdigkeiten, doch lassen viele
Touristen das kleine Bergdorf links
liegen. Unweit des Dorfes, an einem
Berghang in 270 Metern Höhe, erheben
sich die mächtigen Gemäuer der
Johanniterburg. Auf den Fundamenten
einer älteren Anlage begannen die
Baumeister Giovanni Orsini, Pierre d‘
Aubusson und Emmery d‘ Amboise mit dem
Bau dieser gewaltigen Wehranlage, später
abgeschlossen von Fabrizio del Carretto.
In Zeiten des Mittelalters hieß die
Festung auch „Villanova“, da der Bau von
Florentiner Bankhäusern finanziert
wurde. Die Wappen der alten Großmeister
zieren noch heute das Gemäuer der Burg.
Insgesamt ist Mauerwerk bis hin zu den
Zinnen in außergewöhnlich gutem Zustand.
An der höchsten Stelle, einem alten
Wehrturm, kann man ein wundervolles
Panorama über das Meer, die Inseln
Chalki, Alimia und über die karge
Küstenlandschaft genießen, wendet man
den Blick ins Landesinnere ragt das
schroffe Attaviros-Massiv auf. Im
Inneren der Johanniterburg kann man noch
die Ruinen der katholischen Kirche St.
Paulus begutachten.
Der Name Kritinia rührt übrigens einer
Legenden zufolge von der Insel Kreta
her, denn der Enkel des sagenumwobenen
Königs Minos von Kreta soll hier an Land
gegangen sein. Lohnenswert sind auch
Spaziergänge zum nahegelegenen Kloster
Amartou oder zum alten Fischerhafen
Skala Kamirou mit seinen Tavernen.
Ausflugstipp in der Nähe:
Museum von Kritinia | mehr Bilder
vom
Kastell Kritinia
Startseite
| Rhodos Bilder