Die Ausgrabungen von Kamiros
Eine der wichtigsten Ausgrabungsstätten von Rhodos
ist die alte Dorerstadt Kamiros. Die kleinste
der drei dorischen Städte auf Rhodos hatte ihre
beste Zeit im 6. Jh. vor Chr. Ausgegraben haben die
Stadt erst die Italiener in den 30er Jahren. Die
Reste sind am besten bei einem ausgiebigen Rundgang
zu bewundern, doch sollte man sich vor den
Stoßzeiten der Touristen hüten. In der Hochsaison
wird die Ausgrabungsstätte geradezu überschwemmt. Es
gibt hier auch zwei gute Tavernen, das alte und das
neue Kamiros.
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Umgeben von Pinien liegen die Ausgrabungen an einem
hübschen Berghang, von dem man einen attraktiven
Ausblick auf die Küste hat.
Gut zu erkennen sind die
Grundrisse der Stadtviertel und Gebäude. Zwei
Erdbeben setzten der Stadt und den Bewohnern arg zu.
Nach dem ersten im Jahre 226 v. Chr. wurde noch
vollständige Rekonstruierung betrieben, doch nach
dem zweiten Beben im 2. Jh. n. Chr. blieben die
meisten Menschen der Stadt fern. Ein ähnliches
Schicksal ereilte auch dorische
Siedlungen auf
Kreta. Auch die minoische Kultur
Kretas fiel vermutlich Naturkatastrophen
zum Opfer. Man nimmt an, das der
gewaltige Vulkanausbruch auf
Santorin vor gut 3500 Jahren dafür
verantwortlich ist. Er hatte eine
riesige Flutwelle ausgelöst, die auch
Kreta erreichte. |
Kamiros hatte im Unterschied zu Lindos einen eher
bäuerlichen Charakter Es wurden Wein, Öl und Feigen
angebaut. Wenn man die Anlage betritt wird zunächst
der Bereich mit den öffentlichen Gebäuden erreicht.
Hier ist eine alte Agora, die Reste eines Tempels
und der Brunnenplatz zu sehen. Der Tempel wurde
wahrscheinlich Apollon geweiht und ist um 200 v.
Chr. entstanden.
Vom Berghang aus, auf der Akropolis, bekommt man
guten Eindruck von den engen und zahlreichen Gassen.
Hier oben am Hang des Berges
kann die große Wasserzisterne besichtigt werden.
Eine Meistleistung der damaligen Baumeister – über
400 in Kamiros lebende Familien konnten auf diese
Weise mit sauberem Trinkwasser versorgt werden!
Bedeutende Stationen bei einem Rundgang über die
Ausgrabungsstätte von Kamiros sind unter anderem:
Die Agora
Der damals wichtigste Platz der Stadt, befindet sich
direkt hinter dem Eingang. Es schmückten zu
damaligen Zeiten viele Denkmäler und Heiligtümer
diesen Platz, doch heute ist davon leider nicht mehr
viel zu sehen.
Der Apollon-Tempel
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Vermutlich um 200 v. Chr. entstanden und dem Apollon
geweiht. Das Bauwerk hat einen 8 mal 9 Meter
Grundriss und es lassen sich noch deutlich die
Anordnung der Säulen sowie der Grundmauern erahnen.
Vollständig erhalten ist jedoch nur eine Säule.
(rechts im Bild) |
Der Brunnenplatz
An den Apollon-Tempel schließt sich der Brunnenplatz
mit dorischem Brunnen an. Hier fanden wahrscheinlich
rituelle Vorgänge statt, um die Heiligen zu ehren.
Selbst die dreistufigen Zuschauertreppen sind noch
klar zu erkennen. Von hier aus konnten entsprechende
religiöse Handlungen verfolgt werden.
Der Platz der Altäre
Abwärts des Hanges befindet sich das umschlossene
Altäre Heiligtum. Der Gottheit Helios wurden an
diesem Ort Opfer dargebracht.
Die Akropolis
Auffallend ist definitiv die Zisterne, die allein
durch ihre Größe beeindruckt. In den Berg hinein
gebaut, nutzte die Zisterne das Regenwasser und
machte eine Versorgung der Bewohner mit frischem
Wasser möglich. Oberhalb der großen Zisterne
befindet sich eine große, 200 Meter lange, Halle.
Diese Stoa wurde mit dorischen Säulen ausgestattet
und wurde vermutlich gegen 200 v. Chr. errichtet.
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Blick auf den langen Stadtstrand von Rhodos
Stadt
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